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Dirk Joeres
Fotograf: Hagen Willsch
DIRK JOERES

In Bonn geboren, studierte Dirk Joeres Dirigieren und Klavier in Berlin, Köln und London sowie Komposition in Paris bei Nadia Boulanger, der Grande Dame der musikalischen Moderne.

1972 gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Vercelli und begann eine sehr erfolgreiche pianistische Tätigkeit. Tourneen führten ihn in zahlreiche europäische Länder und in die USA; Festivals wie die Berliner Festwochen, Prager Frühling, Klavierfestival Ruhr luden ihn wiederholt zu Recitals ein. Daneben etablierte er sich zusehends auch als Dirigent.

1987 wurde er zum Künstlerischen Leiter der Westdeutschen Sinfonia ernannt. Mit diesem Orchester konzertierte er in den großen Sälen vom Amsterdamer Concertgebouw bis zum Wiener Musikvereinssaal, von der Berliner Philharmonie bis zum Kennedy Center Washington sowie bei Festivals wie Schleswig-Holstein, City of London und Beethovenfest Bonn.. Nach ihrem Salzburg-Debüt schrieben die ‚Salzburger Nachrichten’: „Joeres gehört zu jenen Dirigenten, die wissen, wie Musik unmittelbar zum ‚Sprechen’ kommt“.

2000 wurde er zum Associate Conductor des Royal Philharmonic Orchestra London ernannt, 2007 wurde er dessen Ständiger Gastdirigent. Er wird damit in den kommenden Jahren am Sitz des Orchesters in London ein breitgefächertes Repertoire dirigieren und weltweite Tournéen mit ihm unternehmen. Ab 2009 ist er außerdem Ständiger Gastdirigent der Staatsphilharmonie Brünn.

Dirk Joeres hat auch Orchesterprojekte für ein junges Publikum entwickelt und neue Formen der Musikvermittlung konzipiert. So gründete er 2002 das Festival „Dreiklang“, das mit interdisziplinärem Ansatz Musik mit Literatur und Philosophie verbindet. Es findet seit 2005 als Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz statt.

Die CD-Einspielungen von Dirk Joeres fanden ein hervorragendes Echo in der internationalen Presse; das Londoner ‚Gramophone’-Magazin vergab seinen ‚Editor’s Choice Award’ für eine Brahms-Einspielung mit der Sinfonia. Seine neueste Schumann-CD mit dem RPO erhielt ebenfalls Top-Bewertungen: „Exemplarische ‚Rheinische’ – eine Referenz-Aufnahme“ (Pizzicato, Supersonic Award).

AIPR, November 2008
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